Große oder kleine Anwartschaft? Was tun?
Vor dieser Frage stehen viele Beamtenanwärter und Soldaten. Da selbst unter Fachleuten unterschiedliche Meinungen herrschen, erläutern wir Ihnen hier die wesentlichen Unterschiede – damit Sie die für sich passende Entscheidung treffen können. Profitieren Sie von fast 30 Jahren Erfahrung in der Beratung von Beamten.
Warum überhaupt eine Anwartschaft oder ein Optionstarif?
Während Sie im aktiven Dienst Anspruch auf Heilfürsorge oder truppenärztliche Versorgung haben, ruht Ihre private Krankenversicherung. Beim Ausscheiden oder Eintritt in den Ruhestand wandelt sich dieser Anspruch in Beihilfe um – in der Regel 70 % für Pensionäre. Für die verbleibenden 30 % benötigen Sie eine Restkostenversicherung in der PKV.
Das Problem: Dafür ist eine Gesundheitsprüfung nötig. Erkrankungen, die sich über die Jahre entwickeln, können zu Risikozuschlägen oder sogar zur Ablehnung führen.
Die Lösung: Mit einer Anwartschaft oder einem Optionstarif frieren Sie Ihren aktuellen Gesundheitszustand ein – und sichern sich den Versicherungsschutz für später, unabhängig von künftigen gesundheitlichen Entwicklungen.
Ohne Absicherung bleibt Ihnen im Zweifel nur der Basistarif mit GKV-Leistungsniveau, höheren Kosten und zusätzlichem Erklärungsaufwand beim Arzt.
Optionstarif vs. Anwartschaft: Die Unterschiede
Beide sichern Ihren Gesundheitszustand – der entscheidende Unterschied liegt in der Tarifbindung und Flexibilität.
Optionstarif
Sichert Ihren Gesundheitszustand, ohne Sie auf einen bestimmten Tarif festzulegen. Bei Aktivierung können Sie aus allen dann verfügbaren Tarifen der Gesellschaft wählen. Das bietet maximale Flexibilität – gerade wenn sich Tarife über die Jahre weiterentwickeln. Gern erläutern wir Ihnen die feinen Unterschiede der Anbieter in einem persönlichen Vergleich.
Kleine Anwartschaft
Sichert Ihren Gesundheitszustand für konkret festgelegte Zieltarife. Der Beitrag ist niedrig (z. B. 10–20 € monatlich), bei Aktivierung richtet sich Ihr Beitrag jedoch nach dem dann erreichten Alter.
Große Anwartschaft
Fixiert zusätzlich zum Gesundheitszustand auch Ihr Eintrittsalter. Der Beitrag bei Aktivierung basiert auf Ihrem Alter beim Vertragsabschluss und ist daher wesentlich günstiger als bei einer kleinen Anwartschaft. Dafür liegt der monatliche Beitrag während der Heilfürsorge deutlich höher (z. B. 80–120 €), da bereits Altersrückstellungen gebildet werden.
Wichtig: Beachten Sie die Meldefristen für eine Aktivierung!
Rechnet sich eine große Anwartschaft?
Auf den ersten Blick erscheint die große Anwartschaft attraktiv. Entscheidend ist jedoch, wie Sie die Beitragsdifferenz nutzen:
Unsere Kalkulation zeigt: Legen Sie die monatliche Differenz zwischen kleiner und großer Anwartschaft konsequent an oder erhöhen die Immobilientilgung, müssten Sie bei den meisten Anbietern mindestens 80 Jahre alt werden, damit sich der Mehrbeitrag lohnt. Ausnahme: Die Alte Oldenburger schneidet hier besser ab.
Weitere Unsicherheitsfaktoren:
Unsere Empfehlung: Mehrere Optionen offenhalten
Schließen Sie bei zwei oder drei Versicherern eine kleine Anwartschaft oder einen Optionstarif ab. Zum Zeitpunkt der Pensionierung wählen Sie dann den Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Legen Sie parallel den gesparten Betrag an. So bleiben Sie maximal flexibel.
Ihr Vorteil: Gesundheitszustand gesichert, volle Wahlfreiheit bei Aktivierung, finanzielle Flexibilität.
Sie möchten wissen, welche Lösung für Ihre Situation die beste ist? Fordern Sie jetzt Ihren unverbindlichen Vergleich an. Unsere unabhängige Beratung mit fast 30 Jahren Erfahrung steht Ihnen zur Seite.


